Rheinland mit großer Beteiligung in Hannover

Für viele Reiter mit Trakehner Pferden ist das jährlich in Hannover stattfindende Trakehner-Bundesturnier ein fester Bestandteil des Turnierkalenders. So traf sich auch dieses Jahr vom wieder vom 25.-28.7. die Trakehner-Fan Gemeinde auf der bestens dafür ausgelegten Reitanlage „Am Jagdstall“. Wie so oft waren die Wetterbedingungen auch dieses Jahr extrem. Hitze und Unwetter mit Hagel und Sturm wechselten sich ab. Stallzelte und die Anlage standen zeitweise unter Wasser. Aber das tat der sehr guten Stimmung keinen Abbruch, zumal der Wettergott immer rechtzeitig die Dusche abstellte und die Sonne anschaltete.

Die drei rheinischen Teams zusammen mit Ute Sander

Die drei rheinischen Teams zusammen mit Ute Sander

Auch schon historisch die sehr gute Beteiligung der rheinischen Reiter. Neben vielen Einzel-Reitern, die erstklassige Erfolge aufweisen konnten wie Katja Camp, Kilian Hüttner, Nina und Tessa Blindenbacher, Leonie Bramall, Jana Freund, Britta Heinen um hier nur einige exemplarischen zu nennen, war das Rheinland wieder mit Mannschaften am Start. Mit zwei L-Dressur und einer M-Dressur-Mannschaft waren hier die  rheinischen Reiter extrem stark vertreten. In fast komplett neuer Besetzung konnte dieses Jahr leider noch nicht ganz an die großartigen Erfolge der Vorjahre angeknüpft werden. Am Ende konnten sich Mannschaftsführer Wolf-Rüdiger Mäteling und Zuchtbezirksvorsitzenden Ute Sander aber doch mit den 12 Mannschaftteilnehmer und allen Fans freuen. Die L-Dressur Mannschaft Rheinland 1 errang mit Regine Mispelkamp (Bondino), Nele Michel (Soleil d’Afrique), Beate Träm (Hadrian) und Felicitas Tebbe (Viareggio) einen guten 5. Platz. Die blaue Schleife für Platz 4 nahm das Team Rheinland 2 mit Katharina Wezorke (Sir Rico), Nina Lehr (Maranello), Jule Kleinken (Kotillio) und Carolin Ehren (Harlekin) strahlend im Empfang. Die rheinische M-Dressur-Mannschaft mit Sabrina Stella Wittek (Samtgraf), Wolf-Rüdiger Mäteling (Hermanito), Mathias Panne (Calypso), Ingrid Barnhoorn (Harlantino) platzierte sich auf Rang 3. Ein großer Glückwunsch und ein herzliches Danke schön geht nochmals an alle Reiter und Besitzer der Pferde. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei, da waren sich alle einig. Und vielleicht dann auch einmal mit einer Springmannschaft, die dieses Jahr leider nicht zustande kommen konnte.

Abseits der Dressurprüfungen  feierten Ulrike Sahm-Lütteken und Karsten Lütteken einen großen persönlichen Zuchterfolg. Der überragende Polartwister weckte auf der Fohlenauktion große Begehrlichkeiten und verließ am Ende der Auktion als teuerstes Fohlen den Auktionsring. Auch hierzu einen Glückwunsch für diesen großen rheinischen Zuchterfolg.

Ein riesiges rheinisches Danke schön geht an alle Organisatoren und die unzähligen Helfer, allen voran Jürgen Hanke und Gisela Gunia. Sie haben mit einer großartigen Organisation und viel persönlichem Engagement diese Tage erst möglich gemacht. (KeL)

Die Übersicht über alle rheinischen Erfolge finden Sie HIER.

Hier noch einige Impressionen:

Viel „Neues“ bei der Stuteneintragung im Rheinland 2013

Siegerehrung ©Lune Jancke

Siegerstute Gräfin Gomera mit Besitzerin Conny Schmitz ©Lune Jancke

Dass der Termin seit einigen Jahren erstmals nicht im Mai sondern am zweiten Sonntag im Juni stattfand, war dabei nur eine eher kleinere Neuerung. Wesentlich bedeutender war da schon der neue Eintragungsplatz. In der Zentrale der Rheinischen Landeszucht im herrlichen Schlosspark von Wickrath stellten sich insgesamt 12 3-jährige und 8 ältere Stuten dem Urteil der Kommission, die mit Dr. André Hahn in Vertretung von Lars Gehrmann und Ute Sander als neu gewählter Bezirksvorsitzenden ebenfalls in neuer Zusammensetzung angetreten war. Die vom Team des rheinischen Pferdestammbuchs perfekt hergerichtete große Veranstaltungshalle erlaubte den rund 180 Besuchern einen idealen Überblick über das Freilaufen und – bei leider wenigen Starterinnen – auch über das Freispringen der Stuten. Am Nachmittag bot dann der große Turnierplatz in Mitten des Schlossparks das angemessene Ambiente für die Vorstellung auf dem Dreieck und die Schrittringe sowie die abschließenden Platzierung und Kommentierung der neu eingetragenen Zuchtstuten. Die abschließende Ehrenrunde führte dabei erstmals das neue Mitglied des Delegiertenkreises Conny Schmitz mit ihrer auf dem Wiesenhof geborenen Stute Gräfin Gomera an. Ihr folgten auf dem Endring 5 weitere 3-jährige Stuten, die alle mit einer Prämienpunktzahl von 53 und mehr Punkten bewertet und von Dr. Hahn folgendermaßen kommentiert wurden:

Siegerstute Rheinland – 2013

Die Siegerstute des Jahres 2013 im Rheinland trägt den Namen GRÄFIN GOMERA (Nr. 121), stammt aus der Zucht des Gestüts Wiesenhof in Krefeld und kann als typische Vertreterin ihres dort beheimateten Vaters Münchhausen angesehen werden. Nachdem ihre heutige Besitzerin Conny Schmitz aus Issum die Stute als Fohlen entdeckte und erwarb, entwickelte sie sich in den vergangenen drei Jahren zu einer herausragenden Stute mit viel Substanz, einer idealen Reitpferdehalsung und einem für Zucht und Sport gewünschten positiven Interieur. Besondere Pluspunkte sammelte die, von der Kommission als überragendes Bewegungspferd bezeichnete, Stute in den kraftvoll, energisch und immer bergauf vorgetragenen Grundgangarten.

Reservesiegerin

Ebenfalls aus der Zucht des Gestüts Wiesenhof und auch noch in dessen Besitz wurde  die Monteverdi-Tochter TABASIMBI (Nr. 118) aus einer Münchhausen-Mutter vorgestellt. In Abschlusskommentar bescheinigte der stellvertretende Zuchtleiter Dr. Andrè Hahn im Namen der Richtergruppe der Reservesiegerin der diesjährigen Eintragung die sowohl im Sport als auch in der Zucht gewünschte moderne Aufmachung, die in diesem Fall mit einem deutlichen „Trakehner-Schmelz“ überzogen ist. In allen drei Grundgangarten präsentierte sie sich elastisch, bergauf konstruiert und schwungvoll.

Mit LINSTERSAGE (Nr. 126) stellte das Züchterhaus Heitfeld aus Issum eine Songline-Couleur-Fürst Stute, die schließlich auf dem 3. Platz rangiert wurde. Dieses moderne, blutgeprägte Pferd überzeugte die Jury neben ihrer charmanten Art auch durch den Ablauf und die Mechanik der schwunghaften Grundgangarten. Sowohl im Trab als auch im Galopp fußte die Stute dabei stets in gewünschter Art und Weise energisch nach vorne.

Besondere Nervenstärke und ein zu jeder Zeit souveränes Auftreten attestierte Dr. Hahn der Stute SACRE COURAGE von Summertime – Sixtus (Nr. 127) aus dem Züchterstall von Elisabeth Gilgen. Bei diesem sehr sportlich aufgemachten Stutenmodell stellte die Kommission besonders den praktischen und stets bergauf gesprungenen Galopp heraus.

Mit der von Mayong – Sixtus abstammenden Stute SONIA (Nr. 117) stellte Beate te Kloot ihr Zuchtprodukt vor. Während die junge Stute zu Beginn der großen und reich dekorierten Wickrather Reithalle etwas skeptisch und zurückhaltend entgegen trat, ließ sie sich am restlichen Tage nicht mehr aus der Ruhe bringen. Sie konnte durch ihr energisches und kraftvolles Nach-vorne-fußen viele Pluspunkte sammeln und beeindruckte die Richter ganz besonders durch einen absolut unerschütterlichen Schritt, der raumgreifend und flüssig während des gesamten Tages taktsicher gehalten wurde und somit auch ein gutes Interieur beweist.

Die in den Niederlanden bei Familie Oostra gezogene Goldschmidt-Tochter FRÜHLINGSFLOCKE (Nr. 114) konnte die Kommission mit ihrem deutlich feminin ausgeprägten Geschlechtstyp und einer schwungvollen sowie taktsicheren Mechanik besonders im Trab überzeugen. Sie kehrte aus Wickrath mit einer Gesamtpunktzahl von 53 in ihren jetzigen Heimatstall zu Ellen Brouwer nach Heerde zurück.

Aus der Gruppe der älteren Stuten erreichte einzig die im Gestüt Hürtgenwald gezogen 4jährige Rastenberg-Tochter TARASTANI (Nr. 129) mit 54 Punkten die Vorraussetzung zur Prämierung. Gleichzeitig wurde sie auch aufgrund ihrer Vollblut-Mutter Texana xx (v. Contrast xx) als beste Halbblutstute des Tages ausgezeichnet.

Ebenfalls alle Voraussetzungen zum Titel der Verbandprämienstute erhielten nach erfolgreicher Umbewertung die hocherfolgreiche Dressurstute ISELLE (v. Münchhausen) (Nr. 142) und nach Bestätigung der Eintragungsnoten auf einem „zentralen“ Platz die Siegerin der aktuellen SLP im Rheinland HELENA (v. Goldtschmidt).

Neben dem Dank an alle Aussteller, die auch in diesem Jahr einem fachkundigen Publikum eine große Zahl von interessant gezogenen und gut herausgebrachten Stuten präsentierten, möchten wir uns besonders bei allen Helferinnen und Helfern für ihre Unterstützung bedanken. Neben dem stets aktiven Kreis der Delegierten und Ersatzdelegierten sind hierbei besonders das Team des Pferdstammbuchs in Wickrath und dessen Geschäftsführer Martin Spoo zu nennen. Ebenso gilt ein besonderer Dank der Fotografin Lune Jancke und dem Ansager Tillmann Tuchel.

Die Ergebnisse der Stuteneintragung im Überblick:

Siegerstute 2013: 121 – Gräfin Gomera (Münchhausen/Herzzauber) – 8,5 8,0 7,5 | 8,5 8,5 7,5 | 8,5 – 57,0 Punkte
1. Reservesiegerin: 118 – Tabasimbi (Monteverdi/Münchhausen) – 8,5 8,0 7,0 | 8,0 8,5 7,5 | 8,5 – 56,0 Punkte
2. Reservesiegerin: 126 – Linstersage (Songline/Couleur-Fürst) – 8,5 8,0 7,0 | 7,0 8,5 8,0 | 8,5 – 55,5 Punkte

Weitere Prämienstuten:
117 – Sonia (Mayong/Sixtus) – 7,5 7,5 7,0 | 8,5 8,0 7,0 | 8,0 – 53,5 Punkte
127 – Sacre Courage (Summertime/Sixtus) – 8,0 7,5 7,5 | 7,0 7,5 8,0 | 8,0 – 53,5 Punkte
114 – Frühlingsflocke (Goldschmidt/Gribaldi) – 8,0 7,5 7,0 | 7,0 8,0 7,5 | 8,0 – 53,0 Punkte

Alle weiteren Ergebnisse finden Sie HIER.

Weitere Fotos und Eindrücke der ZSE 13 (©Lune Jancke):

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Die Zentrale Stuteneintragung des Zuchtbezirks Rheinland findet in diesem Jahr am 09.06.13 statt. Diese findet in diesem Jahr – anders als in den vergangenen Jahren – auf Schloß Wickrath (41189 Mönchengladbach) statt.

Auch werden dort die Fohlen für die Auktion in Hannover gesichtet. Dieser Termin ist im Rheinland der einzige Termin, an dem die Fohlensichtung für die Auktion stattfindet.

Hinweis an die Teilnehmer: Wer eine Box für seine Stute bzw. Stute mit Fohlen benötigt, meldet sich dafür bitte bei Ute Sander (Tel.: 02245 / 9152025, Mobil: 0173/2605047, E-Mail: ute.sander.trak@t-online.de)

Hier die Zeiteinteilung bzw. der ungefähre Ablauf der Veranstaltung:

09.00 Uhr: Eröffnung der Meldestelle
09.30 Uhr: Messen und Abzeichenkontrolle aller Stuten
10.00 Uhr: Freilaufen für alle Stuten
anschl. Freispringen
anschl. Mittagspause
anschl. Musterung auf dem Dreieck (4jährige und ätere Stuten, 3jährige Stuten)

anschl. Fohlensichtung für Hannover

Stutenleistungsprüfung im Rheinland

SLP

Am 09. Mai 2013 organisierte der Zuchtbezirk Rheinland in bewährter Weise wieder eine Stutenleistungsprüfung. Neu war in diesem Jahr neben dem Austragungsort auch der relativ frühe Termin, der, bedingt durch die große Landesschau im letzten September, eher für die im letzten Jahr eingetragenen und jetzt vierjährigen Stuten vorgesehen war. Mit den Pferdebetrieben der Familie Hoffrogge stand dem Zuchtbezirk wie in den letzten Jahren auch eine optimale Anlage zur Durchführung der Prüfung zur Verfügung. Erstmals Bestand für die Züchter auch die Möglichkeit ihre Stuten in der Anlage vorbereiten zulassen, in der dann auch die Prüfung stattfinden würde.

Diese Einbindung der beiden Ställe von Markus und Jens Hoffrogge zeigte sich auch am Tag der Prüfung selbst als überaus positiv. Durch eine hervorragende Organisation seitens der gastgebenden Betriebe, konnte sich das Delegiertenteam des Zuchtbezirks auf die planerischen Aufgaben im Vorfeld und schnelle Abläufe während der Veranstaltung konzentrieren.

Richterteam und Fremdreiter

Richterteam und Fremdreiter

In diesem Jahr kamen insgesamt 24 Stuten – davon 6 Warmblut- bzw. Ponystuten – zur Feldprüfung, die nach gewohntem Schema mit Freispringen, Überprüfung der Grundgangarten und der Rittigkeit unter dem Reiter sowie einer Beurteilung durch einen Fremdreiter ablief. Ein besonderes Lob verdienten sich neben den beiden Richtern Wolf-Rüdiger Mäteling und Johannes Broicher die beiden Fremdreiter Maria Lenhardt und Martin Pfeiffer. Während letzterer bereits bei jeder vom ZB Rheinland durchgeführten SLP mit von der Partie war und somit auch die Erfahrungen von mehreren Stutenjahrgängen einbringen konnte, begeisterte die in diesem Jahr erstmals engagierte Maria Lenhardt ebenfalls durch ihr feinfühliges und den jungen Pferden dennoch Sicherheit gebendes Reiten. Dass die junge Dame, die ihre Ausbildung bei Ingrid Klimke absolvierte, den weiten Anreiseweg aus der Lüneburger Heide bis ins Rheinland auf sich genommen hat, freute die Veranstalter dabei besonders.

Siegerstute Helena

Siegerstute Helena

Nach rund sieben Stunden standen dann am späten Nachmittag die Ergebnisse der einzelnen Stuten fest, die nach Gewichtung des „Trakehner-Modells“ und in Abhängigkeit der Eintragungsnoten den Stuten zum Titel Staatsprämien- bzw. Prämienstute verhelfen konnten. Als beste der getesteten Trakehnerstuten wurden gleich zwei Pferde aus dem Besitz von Antoon van Osch herausgestellt. Siegerin wurde mit einer Wertnote von 7,96 die Goldschmidt-Tochter Helena gefolgt von ihrer Stallkollegin Golden Tattoo von Partout, die mit der Wertnote 7,87 als Reservesiegerin nach Hause fahren konnte.

Die komplette Ergebnisliste finden Sie HIER.

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Hier bereits vorab der grobe Zeitplan:

10.00 – 12.30        Freispringen – Die Startfolge für das Freispringen finden Sie HIER.
12.30 – 13.30        Mittagspause
13.30 – 17.00        Reiten – Die Startfolge für das Reiten finden Sie HIER.
anschließend:         Ergebnisse und Siegerehrung

Die Liste der teilnehmenden Pferde finden Sie HIER.

Das Anmeldeformular mit wichtigen Hinweisen ist HIER zu finden.

Motivierender Trakehner Dressurlehrgang in Meerbusch

Insgesamt 15 Reiterinnen und Reiter bereiteten sich am ersten Wochenende im April bereits frühzeitig auf das Trakehner-Bundesturnier in Hannover vor.  Den Lehrgang leitete Wolf-Rüdiger Mäteling, im Rheinland bestens bekannt als Ausbilder und Richter, der sich auch dieses Jahr wieder um die Auswahl der Mannschaften für das Trakehner Bundesturnier in Hannover kümmern wird. Das intensive Training, das wie immer individuell an Pferd und Reiter angepasst war, diente sowohl zur Sichtung für die Mannschaften des Rheinlands, als auch zur Saisonvorbereitung für einige junge, vielversprechende Nachwuchspferde. Alle Reiter und Pferde zeigten sich sehr gut und konnten sich durch die Bank am zweiten Tag nochmals steigern. Auch einige in der rheinischen Trakehner Szene  bekannte Reiter, deren Pferde kurzfristig nicht zur Verfügung standen, ließen sich einen Besuch nicht nehmen. Bei besten sportlichen Bedingungen, sehr gutem Wetter und intensiven Trakehner Gesprächen genossen so Aktive und Zuschauer die beiden Nachmittage. Alles in allem ein Treffen in der Trakehner Familie, das allen großen Spaß und bereits viel Vorfreunde auf die gemeinsamen Tage in Hannover gemacht hat.

Ein besonders großes “Danke” geht an Familie Münker, aktuell besonders im Gespräch durch die internationalen sportlichen Erfolge ihrer Tochter Pia in der Vielseitigkeit, die ihre traumhafte Reitanlage in Meerbusch-Langst-Kierst erstmalig den Trakehnern zur Verfügung stellte.

Wer nicht dabei sein konnte, aber plant in Hannover zu reiten, bitten wir um eine kurze email mit Angabe des Reiter-und Pferdenamens und der geplanten Prüfungen an: sport@trakehner-rheinland.de

Bezirksversammlung des Trakehner-Zuchtbezirks Rheinland

Am Sonntag, 10. März 2013 fand im Restaurant Schwarzer Adler in Moers die alljährliche Bezirksversammlung der rheinischen Trakehnerzüchter statt. In diesem Jahr standen dabei auch die im 4-Jahres-Rhythmus stattfindenden Delegiertenwahlen auf der Tagesordnung.

Bevor jedoch die Wahlgänge für die verschiedenen Positionen begannen, zog der stellvertretende Vorsitzende Antoon van Osch, der den vor vier Jahren gewählten Wilhelm-Josef Dahmen aus gesundheitlichen Gründen schon über geraume Zeit vertrat, ein Resümee des vergangenen Jahres. Neben dem erfreulichen Bericht über besonders gut eingetragenen Stuten und Fohlen, gekörte Hengste und überdurchschnittlich gut abgelegte Stuten-Leistungsprüfungen erinnerte er besonders an die mit über 80 Stuten besonders große und positiv verlaufene Landesstutenschau und das in den Niederlanden gefeierte 25-jährige Jubiläum der dortigen Interessensgemeinschaft der Trakehnerzüchter TCN. Ein besonderer Dank ging dabei an alle, die diese und andere Veranstaltungen tatkräftig als Helfer oder finanziell als Sponsor unterstützt haben.

Einen besonderen Platz im Verlaufe der Versammlung nahmen der Dank an und die Verabschiedung von Wilhelm-Josef Dahmen als Vorsitzender ein. In den vergangenen beiden Wahlperioden leitete er den Bezirk Rheinland und opferte in diesen Jahren mehr Zeit und Energie in der ehrenamtlichen Arbeit für das Trakehner-Pferd als die meisten anderen. Erst als es sein Gesundheitszustand nicht mehr anders zuließ, trat er kürzer und konnte sich doch der beständigen Weiterführung seiner Vorstellungen sicher sein. Die von ihm immer liebevoll als „mein Team“ bezeichnete Gruppe von Delegierten, Ersatzdelegierten und anderen eifrigen Helfern übernahmen im letzten Jahr auch seine Aufgaben und überbrückten somit effektiv die Zeit bis zu den diesjährigen Wahlen. Dass an diesem Tag der Neuwahlen ein sichtlich agiler und munterer Wilhelm-Josef Dahmen gemeinsam mit seiner Frau die Glückwünsche und den Dank der rheinischen Züchter entgegennehmen konnte, freute alle erschienenen Mitglieder besonders.

Diese Mitglieder, von denen insgesamt 65 als „ordentliche Mitglieder“ stimmberechtigt waren, mussten in der ersten Wahl des Tages dann auch einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin im Amt des Bezirksvorsitzenden bestimmen. Neben Ute Sander, die ihre Kandidatur bereits einige Wochen zuvor auf dieser Internetseite mit einer Kurzvorstellung angekündigt hatte, wurde vor Ort ebenfalls Frank Weisskirchen für dieses Amt vorgeschlagen. Da dieser auf eine frühzeitige Präsentation verzichtet hatte, stellt er sich den Anwesenden in einer kurzen Ansprache vor. In der folgenden geheimen Wahl stimmen insgesamt 40 Mitglieder für Ute Sander, die somit die Wahl zur Bezirksvorsitzenden im ersten Wahlgang für sich entscheiden konnte.

Auch für die folgende Wahl der sechs Delegierten hatten einige Mitglieder die Möglichkeit zur vorherigen Präsentation genutzt. Diese Wahlliste wurde innerhalb der Veranstaltung um die beiden Mitglieder Simone Schönbeck und Frank Weisskirchen als Wahlvorschläge ergänzt. Auch bei dieser Wahl war nur ein Wahlgang notwendig, da sich die Mitglieder mit jeweils absoluter Mehrheit für die Kandidaten Horst Borneck (57 Stimmen), Antoon van Osch (53), Wilfried van Rossem (52), Beate te Kloot (45), Peter Heinen (43) und Karsten Lütteken (43) entschieden.

Ebenfalls mit mehr als 50% der Stimmen wurden aus diesem Kreis Antoon van Osch als 1. Stellvertreter und Karsten Lütteken als 2. Stellvertreter in den sogenannten Bezirksvorstand gewählt.

Bei der Wahl der Ersatzdelegierten, deren Zahl der Zuchtbezirk frei festlegen kann, wurden alle vorgeschlagenen neun Mitglieder von den Züchtern mit absoluter Mehrheit bestätigt. Neben den wiedergewählten Züchtern Simone Bell, Sabine Bünger, Stefan Gebauer und Daniela Loebnitz ergänzen neue Gesichter diese Runde. Neben Brigitte Angstmann, Alexandra Jurr, Conny Schmitz und Melina Matejka wurde auch Maris Dahmen gewählt, die somit in gewisser Weise das ehrenamtliche Engagement der Familie Dahmen in der nächsten Generation fortsetzt.

In der letzten Wahl des Tages galt es abschließend aus dem Kreis aller bisher gewählten Personen eine Bewertungskommission zur Eintragung von Fohlen und Stuten zu besetzen. Nachdem sich die Züchter in einer öffentlichen Abstimmung dafür aussprachen, neben der satzungsgemäß „gesetzten“ Bezirksvorsitzenden fünf weitere Mitglieder in diese Kommission zu wählen, viel die Entscheidung schlussendlich auf Antoon van Osch, Horst Borneck, Sabine Bünger, Brigitte Angstmann und Stefan Gebauer.

Nach einer rund 4-stündigen Versammlung konnte sich der Wahlleiter Tillmann Tuchel bei allen Kandidaten für ihre Bereitschaft bedanken, eine ehrenamtliche Tätigkeit im Trakehner-Verband wahrzunehmen, und wünschte allen neu- und wiedergewählten Personen viel Glück und gutes Gelingen für die folgenden vier Jahre.